2012/07/31

Fünf Minuten Als Karl V. ...


Viel zu selten bin ich im historischen Fundus der Theaterkunst, und die Gelegenheit mal in eines der Kostüme zu schlüpfen ergab sich bisher schon gar nicht. Doch heute – ich verbrachte den Tag damit eine Uniformlieferung vorzubereiten und zu koordinieren, zu prüfen dass auch überall Kragenspiegel, Armbinden und sonstiges Zubehör dran ist – habe ich die Mittagspause genutzt um mal ein bisschen herumzustöbern und anzuprobieren. Hängengeblieben bin ich vor allem in der Renaissance-Abteilung. Ich glaube, Männerkleidung war nie schöner als in dieser Epoche. 


Unter anderem habe ich die Kostüme entdeckt, die Karl V. in 'Luther' trug. Die blaue Schaube mit dem Hermelinkragen, also der glockige, knielange Überrock im oberen Bild, stand mir nicht weniger gut, als die aus goldenem Brokat mit braunem Pelzkragen. Richtig gehend vernarrt bin ich allerdings in ein Wams mit Stehkragen und Halskrause, wie man es im ausgehenden 16. Jahrhundert trug. 

video

Screenshots von 'Luther' (2003), Kostümdesign von Ulla Gothe

Kurz Also...


Die Abstimmung ist beendet und es steht 26 zu 12 für kurze Haare. Ich überlege mir mal noch ein paar Tage und vielleicht gehe ich ja am Wochenende zu Frisör. Wenn es denn dann so war, gibt es auch neue Bilder...

2012/07/30

Fechten...


Bei Fertigpizza und Tomatensalat mit Feta habe ich ein bisschen Sport im Livestream geschaut. Eigentlich hauptsächlich wegen der Turner, die im Mannschaftswettkampf leider nicht so gut waren, wie sie hätten sein sollen, aber immerhin ziemlich gut dabei aussahen. Dann wurde zu Fechten umgeschalten, was zuerst wenig Begeisterung bei mir auslöste. Weil aber Britta Heinemann antrat blieb ich doch dabei und es wurde sogar wahnsinnig spannend. Fast zwanzig Minuten dauerte es bis die Kampfrichter entschieden, dass Heinemann als Siegerin des Turniers ins Finale einziehen darf. Zurückblieb eine am Boden zerstörte Shin A Lam. Es wird einer der bisher spannendsten Momente der XXX. Olympischen Spiele gewesen sein, und sicherlich auch einer der umstrittensten. Und für hatte sogar Fechten mal einen gewissen Reiz. 

Screenshot via ZDF (Shin A Lam, hinten rechts ganz klein sitzend, musste nach dem Tunier gleich in den nächsten Kampf, bei dem es Bronze für sie geht.)

Kino: Batman - The Dark Knight Rises...


Ein ziemlich entspanntes Wochenende mit reichlich faul Zuhause rumhängen, ein bisschen echtem Sport und viel Olympia im Fernsehen endete gestern Abend mit Kino. Es war nicht so, dass Batman unbedingt auf der Liste der Filme stand, die ich unbedingt sehen wollte, aber es schien uns doch gute Unterhaltung zu sein. Und richtig, genau das war es auch. 
Wie immer geht es bei Batman darum die Welt zu retten. Doch diesmal war es weniger ein fiktiver, reichlich phantastischer Schurke, der diese zerstören wollte. Gotham City wurde bedroht von einer Frau, die das dort vermeintlich vorherrschende Übel mittels einer Atombombe hat auslöschen wollen. Kulisse für wilde Verfolgungsjagden, reichlich Explosionen und eine am Ende doch nicht stattfindende Zerstörung bildete sichtbarer als in allen anderen Batman-Filmen vorher New York. Mit skurrilem Fahr- und Fluggerät wurde durch die Straßen gedüst und alles reichlich verwüstet.
Neben Marion Cotillard, die erst zum Ende des Films hin als Bösewicht geoutet wird, stand Anne Hatheway als weiblicher Part und Verkörperung von Catwoman Batman zum Schluss hin zur Seite, auch wenn man dies am Anfang weniger erwartet hätte. Es verkehrte sich alles ein bisschen, aus Gut wurde Böse und umgekehrt. Anne Hatheway brachte eine gehörige Portion Stil und Sexiness ins Spiel und sicher finden gerade die männlichen Zuschauer Gefallen an den engen Overalls, mit denen sie auf dem Motorrad gegen das Böse anturnt. Mir gefiel sie jedoch besser in den eleganten Looks, die fraglos bei Audrey Hepburn abgeschaut wurden und immer noch genauso funktionieren. Das kleine schwarze Kleid, nur ergänzt mit einer Perlenkette, war genau richtig. 


Doch sind nicht nur die Damen modisch gekleidet gewesen. Die Garderobe von Christian Bale, sowie auch von Michael Caine und Gary Oldman, stammten von Giorgio Armani. Das konnte sich sehen lassen, war aber glücklicherweise so dezent eingesetzt, dass man die Kleidung fast vergessen hat und sie nicht wichtiger wurde als die Handlung des Films. 


Was ist nun mein Fazit? Ich kann sagen, dass ich mich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt habe und da ich ohne Erwartungen ins Kino gegangen bin, wurde ich auch nicht enttäuscht. Insgesamt gefiel mir, dass es nicht nur um rumgeballere geht, sondern auch durchaus hinter die Masken der jeweiligen Akteuere geschaut werden konnte und man so Sympathien hat entwickeln können. Selbst für die Bösewichte im Film.

Alle Bilder via Giorgio Armani

2012/07/29

Westwoods World's End In Berlin...


Auf der Mulackstraße (Nummer 26) kann man seit gestern Nachmittag auch Kleidung von Vivienne Westwood kaufen. Zwischen den Platzhirschen Lala Berlin und C'est tout befindet sich nun der kleine Laden, dessen Hinterzimmer Platz für Ausstellungen bietet, während man vorn Kleidung und Accessoires aufgereiht findet. 



2012/07/28

America Swims...


Fratelli d'Italia...


Während wir Deutschen zwar stolz auf unsere Olympioniken sein können, modisch gesehen aber beim Einzug des Teams aber lieber beschämt wegschauten, haben die Italiener diesbezüglich die Nase vor. In klassischen Anzügen aus dunkelblauem Baumwolljersey mit eleganten zweifarbigen Schuhen führen sie der Welt vor Augen was Klasse ist. 
Es fällt aber auch nicht schwer herauszustechen. Während viele kleine Nationen auf volkstümliche Elemente setzten, die ihren Nationaltrachten entnommen sind, und so Charakter zeigen, lassen sich viele der 'Großen' fehlleiten durch die übergroßen Egos. Den Amerikanern ist dies ja schon im Vorfeld etwas zum Verhängnis geworden als herauskam, dass Ralph Lauren die Sachen in China produzieren lässt anstatt die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Aber auch die Briten mit den weiß-goldenen Trainingsanzügen von Stella McCartney sind etwas zu weit über Ziel hinausgeschossen. 


Verantwortlich für die Entwürfe der Italiener zeichnete Giorgio Armani mit seiner Emporio Armani Linie. Er hat bei den Entwürfen fast auf jegliche Dekoration verzichtet, einziger Schmuck ist das Logo auf der Brusttasche. Im Inneren dann kommt der Nationalstolz zum Vorschein, neben den Landesfarben wurde auch der Schriftzug 'Fratelli d'Italia' eingearbeitet. So haben auch die italienischen Olympioniken ein Stück der Nationalhymne bei sich, die vielleicht nicht ganz oben auf dem Treppchen stehen.



Bilder via Giorgio Armani

Dandy'eske Allure...


Schon mal in einem Stoffbunch von Scabal geblättert? Nicht nur, dass es sich sehr gut anfühlt, man bekommt vor allem auch Lust sich einen oder mehrere dieser Stoffe auszuwählen und daraus die neue Lieblingsgarderobe anfertigen zu lassen. 
Doch man kann auch ohne einen gutem Schneider zur Hand zu haben die Stoffe tragen, schließlich gibt es auch eine Ready-to-Wear Kollektion von Scabal. Die Bilder mit den Looks für den kommenden Herbst sind vielversprechend. Eleganz steht an oberster Stelle aber auch ein bisschen Allure wurde mit in die Stoffe eingewoben und gibt ihnen eine Hauch Dandy.



2012/07/27

Sozialperversion...


Vor gut drei Wochen entdeckte ich die Werbung für einen Frisörsalon gleich bei mir um die Ecke. Verrückt, ein Männerhaarschnitt kostet da gerade einmal soviel, wie zwei Einzelfahrten mit der BVG oder ein Gin Tonic in einer mittelmässigen Bar. 
Gestern habe ich mich über die Dumpinglöhne bei Zalando aufgefregt, aber das toppt das noch um Längen. Mal angenommen eine Frisörin schafft es zwei Herren in der Stunde zu bedienen, mehr ist kaum möglich, dann hat sie noch nicht einmal nen Zehner in der Kasse. Was bleibt wohl übrig, wenn man davon mal all die Fixkosten abzieht? Was haben die Angestellten da bitte am Ende auf dem Lohnzettel stehen? Klar wird wohl immer davon ausgegangen, dass der ein oder andere Euro in der Kittelschürzentasche landet und die Friseurinnen immer mit Taschengeld nach Hause gehen, doch fair ist es trotzdem nicht eine Dienstleistung zu einem solchen Dumpingpreis anzubieten. 
Ich habe mein Haarproblem noch immer nicht gelöst, doch ich weiß zumindest schon mal ganz klar wo ich mir nicht die Haare schneiden lassen werde. Ich zahle lieber bei meinem Stammfriseur um die 30 Euro und habe dann kein schlechtes Gewissen, weil ich jemanden ausgebeutet habe. 

2012/07/26

Schrei Vor Ungerechtigkeit, äh Glück...


"In Zalando haben wir den optimalen Partner gefunden. Kaviar Gauche bringt das Design, Zalando übernimmt die Produktion und den Vertrieb." Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Röhler haben wahrscheinlich aus geschrien von Glück, als sie den Vertrag mit Zalando über eine Capsule-Kollektion unterschrieben haben. Wie es dazu kam und alles weitere zur Kooperation kann man heute bei Lesmads nachlesen. Bei Modepilot ging es heute auch um Zalando, allerdings eher um das, was dahinter steckt. Zwei Seiten einer Medaille, Glanz und Schatten der Onlineshoppingmania. 
Die Werbung die Zalando betreibt wurde für das Jahr 2011 auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Dabei wurde nicht nur analysiert was, uns da im Fernsehen um die Ohren gehauen wird, sondern auch die direkte und indirekte Werbung über Suchmaschinen und auf Websites. Das alles kostet Geld und will bezahlt werden. Das ZDF hat nun recherchiert und rausgefunden an welchen Ecken und Enden gespart wird, nämlich bei den Lohnkosten. Und das vor allem im Logistikbereich, da wo die Leute 8h in einem drei Schichten System Pakete packen und zurückgeschickte Waren wieder einsortieren. Stehend natürlich, setzen kann man sich ja dann Zuhause; und pullern am besten auch lieber. 7,01 € bekommt man dafür pro Stunde, das ist der gesetzliche Mindestlohn. Eine studentische Aushilfe, die den ganzen Tag Bilder für die Website von Zalando bearbeitet, verdient im Vergleich dazu über zehn Euro und ein Fotograf zwischen 12 und 15 Euro pro Stunde. Auch davon wird man nicht reich, aber immerhin kann ohne Unterstützung von Amtsseiten Miete, Lebensunterhalt und vielleicht nicht das ein oder andere Teil von Zalando bezahlen. Doch immerhin kann man froh sein, wenn man überhaupt etwas bekommt. Durchschnittlich fünf bis zehn Leute arbeiten pro Woche sogar kostenlos in der Logistik, um mal 'hineinzuschnuppern' und dann doch nicht genommen zu werden. Hier wird es dann zur Ausbeutung. 
Wenn Frau Kühl und Frau Fischer-Röhler schreiben, wie toll sie die Zusammenarbeit mit Zalando finden, ist das schon verständlich, schließlich erschließt sich ihnen dadurch ein größerer Markt. Doch gleichzeitig steht gerade bei geschäftlichen Verbindungen jeder in der Pflicht zu schauen, wo und wie das Gegenüber arbeitet. Meist wird nur geschaut unter welchen Bedingungen Produkte hergestellt werden und aus was sie gemacht sind, doch der Bericht vom ZDF zeigt auch, dass es direkt vor unseren Haustüren, Großbeeren in dem Fall, soziale Ungleichgewichte gibt, die nur durch eine scheinbar kaum zu bändigende Konsumgier zu Stande kommen. Dies gilt auch für Zalando, die natürlich die Unwissenden spielen und die Schuld an das Partnerunternehmen weitergeben, das das Lager in Großbeeren betreibt und auch das Personal stellt. So einfach sollte man es sich doch aber wirklich nicht machen!

Bildquelle: Lesmads

Ewan McGregor In Belstaff...


Celebrity's als Botschafter um das Markenimage zu transportieren, es vielleicht sogar neu zu interpretieren, ist nicht neu. Trotzdem hat man sich bei Belstaff gedacht, dass es doch hübsch wäre neben ein paar Models auch ein Hollywood-Gesicht mit vor der Linse zu haben. Ewan McGregor hatte augenscheinlich gerade Zeit.
Für die Farbgebung hat man sich bei Rembrandt Anregungen geholt, den Heritage-Gedanken vermitteln antike Möbel und ein altes Schloss. Wie lebensnah ein Motorrad im Wohnzimmer ist, darüber lässt sich streiten. Oder aber ich verstehe einfach den Wink in Richtung Rebellentum nicht richtig und hinterfrage wieder einmal etwas, das man lieber einfach in die Schublade 'schön' packen sollte und dann bestenfalls nicht weiter beachtet?!


Beachtenswert aber sind die Klamotten, an deren Design nichts zu meckern ist und deren Qualität eh über allem steht. Belstaff macht schöne Sachen, die sich gut tragen lassen und im Falle der gezeigten Bilder auch die Historie der Marke mit Modernität verbinden. 
Übrigens: Wenn man die Seite aufmacht, dann schaut einen gerade Clément an...

2012/07/25

The Exley - Opening Soon...


Egal wo auf der Welt man lebt, es ist immer gleich leicht oder schwer ein Projekt zu starten. Ideen wachsen schnell im Kopf heran, doch mit der Umsetzung hapert es dann. Dabei sind es meist die inneren Zweifel, die es zu überwinden gilt, die von außen kommenden Hindernisse sind dann viel leichter auf dem Weg zu schaffen. Heute morgen erreichte mich die Email eine Bekannten und alten Kollegen bei Taschen. Wirklich das letzte Mal von Matthew gehört ich vor gut einem Jahr, da brach er gerade auf um mit dem Rad ein bisschen durch Südamerika zu reisen, auch bei Facebook ist er eher weniger aktiv. Doch vor ein paar Tagen verlinkte er auf eine Seite, wo die Umbauarbeiten alter Garagen zu einer Bar zu sehen sind. 
Wie schon erwähnt kam dann heute eine Email, die folgendes beinhaltete und auch auflöste, was es mit dem Umbaufotos auf sich hat: 

You might know and you might not, but I am opening a small bar/cafe in Brooklyn within the next month. I've been working on it for about a year, shortly after I departed TASCHEN last summer. It was a huge renovation of a crumbling 3-car auto body garage and we are about 90% of the way done with construction. 
If you get a moment, please take a look:  http://smallknot.com/exley. It works very much like Kickstarter except that Small Knot is based in Brooklyn and is focused mostly on helping local food/beverage places get off the ground. They have been great and as another local Brooklyn business, I wanted to work with them. 
The space is really going to be beautiful and I would look forward to having everyone through at some point. I would also appreciate any help you can throw my way during this final push-- there are a few options for out of towners and those that might not be in NYC anytime soon. 
Please accept this email with all due respect-- if you can pitch in, I am forever indebted. The campaign just started and runs for another 16 days. Like kickstarter, its an all or nothing so we need to raise our full goal in order for it to work. 

Wie schon aus dem Text hervorgeht ist Matthew (unten rechts) gerade dabei, zusammen mit einem Freund, eine Bar bzw. ein Café in Brooklyn aufzumachen und steckt gerade noch voll in dem Bauarbeiten. Dieser Post soll auch gar nicht darum gehen, dass ich zum Spenden aufrufen will – obwohl es natürlich sehr nett wäre, wenn es jemand täte – doch auf jeden Fall wünsche ich Matthew Erfolg mit dem Projekt und möchte nun zumindest ein bisschen Werbung für 'The Exley' machen. 


Ich bin mir sicher, dass so mancher Leser New York immer mal wieder auf dem Reiseradar hat und gerade Williamsburg ist groß in Mode. Und ich bin mir sicher, dass ein Abend bei Matthew nicht uninteressant ist. Der Typ sieht nicht nur wahnsinnig gut aus, sondern ist auch noch smart und gebildet. All das was es braucht um so einen Laden zum brummen zu bringen!

Fan-Blog...


Über Umwege, zugegebenermassen habe ich nach neuen Kampagnen mit Clément Chabernaud gesucht, stieß ich auf das französische Label De Fursac. Immer schön, wenn man etwas entdeckt, dass man noch nicht kannte und von dem man sehr angetan ist.
Die Wurzeln der Marke gehen in die 1970-er Jahre zurück und liegen im Namen gebenden Örtchen Saint Claire de Fursac. In den 1980-er und 1990-er Jahren wuchs die Marke an, es gab erste Werbefilme und Boutiquen, doch bekannt war zumindest mir die Marke nicht. Seit 2011 arbeitet man aber bei De Fursac daran dies zu ändern, unter anderem in dem die beiden kreativen Köpfe Frank Durand und Thibault Oberlin eingestellt wurden und peux-a-peux die Markenidentität modernisieren. Die von Karim Sadli fotografierten Kampagnen sind da nur ein Teil, auch die grafische Neugestaltung des Logos spielt eine Rolle. 
Und was die Mode betrifft, so ist De Fursac durchaus eine gute Anlaufstelle. Das Design ist edel, die Farben und Materialien sind es sowieso. Die Kollektion für den kommenden Winter spielt die Klaviatur der Braun- und Grautöne rauf und runter; alles umgesetzt in anscheinend schönen Materialien. Auch die Preise sind durchaus akzeptabel, Anzüge liegen bekommt man für um die 600 Euro, Jacken kosten um die 400 und Hosen um die 200 Euro. 
Ich werde mal aus Ausschau halten nach Teilen von De Fursac, natürlich interessiert mich ob die Sachen auch live überzeugen können. Die Bilder zumindest tun es, nicht zuletzt wegen Clément.





2012/07/24

Ausmisten Des Bücherregals...


Gestern schon (und heute und morgen auch) wurde wieder einmal das Bücherregal durchgeschaut und einige Titel landen wieder bei Ebay. Wer also mal schauen möchte was es so gibt, hier Link!

2012/07/23

Kurz Oder Lang...


Es ist mal wieder so weit, ich bin unzufrieden mit meinen Haaren! Nun liegen beide Bilder gut 14 Monate zurück und meine Haare haben noch nicht ganz wieder die Länge wie links auf dem Bild, aber es geht schon in die Richtung und spätestens im Oktober bin ich da angekommen. Damals packte es mich und schneller als gedacht waren die Haare wieder kurz, momentan habe ich den Punkt erreicht, wo ich ebenfalls überlege sie abschneiden zu lassen. Doch was dann? Seit Jahren folgt auf die Entscheidung die große Reue und ich beginne von neuem die Haare wachsen zu lassen. Ich habe es noch nie geschafft, leider. 
Nun also mal eine kleine Leserbefragung in eigener Sache: Was soll ich tun, abschneiden oder wachsen lassen? Für die Abstimmung gibt es rechts ein kleines Feld.

Wieder Mal Arkadien...


Der 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen wird in Potsdam groß gefeiert, vor allem das Neue Palais wurde einmal komplett auf den Kopf gestellt und beherbergt in diesem Jahr die zu Ehren des großen Königs konzipierte Ausstellung Friederisiko. Unser gestriger Sonntagsausflug hatte nun genau dieses Schloß zum Ziel, doch weniger wegen Friedrich. Uns ging es um die Papierarbeiten der belgischen Künstlerin Isabelle de Borchgrave, die in einigen der Räume gezeigt werden.
De Borchgrave hat Figuren zu einem von Friedrich geschrieben Lustspiel gestaltet, welches die Modeaffinitäten der Zeit aufs Korn nimmt. Herren in Justaucorps wurden in die Räume gestellt und Damen räkeln sich wie bei Boucher kaum bekleidet im Alkoven. Detailreich und mit viel Könnerschaft wurden die Figuren gestaltet und geben einen kleinen Eindruck davon wieder, wie die Räume vor 250 Jahren mit Leben erfüllt wurden und wirkten. 


Doch wenn man schon mal wieder in Potsdam ist, dann lohnt sich auch ein Spaziergang durch dem immer wieder faszinierenden Park rund um die Schlösser. Wir haben die Sonne genossen und die Landschaft auf uns wirken lassen; ein schöner Sonntag war das. 

2012/07/22

Ohrwurm Zur Nacht...


Windowshopping...


Aktuell ist noch überall, gleichzeitig hängen aber auch schon die ersten neuen Teile in den Läden. Ersteres ist irgendwie uninteressant, zweiteres bietet nur einen ersten Eindruck, aber wirklich Lust auf Wintersachen bekommt man noch nicht wirklich. Gestern verbrachten wir den Tag damit, mal ein bisschen durch die Läden zu streifen und nach Interessantem Ausschau zu halten. Sowohl die kleinen Läden in Mitte wurden angesteuert als auch das KaDeWe und P&C. 
Fazit des Tages: Wir sind mit leeren Händen wieder nach Hause gegangen, haben aber durchaus schon ein paar erste schöne Teile gesehen. Richtig spannend wird es aber erst in ein paar Wochen, wenn mehr Ware ausgeliefert wurde und sich alles zu einem vollständigen Bild fügt. 

2012/07/19

Kleine Jacke, Großes Buch...


Das kleine, gelbe DHL-Kärtchen im Briefkasten löst immer Freude aus. Zumindest dann, wenn das Paket gleich verfügbar bei den Nachbarn liegt und nicht auf irgendeiner Postfiliale abzuholen ist. Heute war es mal wieder soweit, die Dame im Erdgeschoss überreichte es mir und ich wunderte mich nicht schlecht über das Paket von Steidl. Ich hatte nichts bestellt und meine Anfrage nach einem Rezensionsexemplar hatte ich längst vergessen. Steidl aber augenscheinlich nicht, heute erreichte mich mein Exemplar von 'The Little Black Jacket'
Der schwarze Schuber schützt den schönen Inhalt, doch bevor man das Buch überhaupt in Händen hält, weht einem erstmal der Duft des frischen Druckwerkes um die Nase. Nur für Sekunden bleibt dieser, dann verflüchtigt er sich schon wieder. Es riecht nicht billig chemisch, wie bei vielen anderen Verlagen, sondern irgendwie hölzern. Kein Wunder, dass Lagerfeld danach einen Duft hat komponieren lassen. Riecht der genauso? Wenn ja, muss ich ihn haben. Weich gebunden rutscht das Buch aus dem Schuber. Durch das softe Cover bekommt es einen Katalogcharakter, ohne aber an Wertigkeit einzubüßen. Das mattschwarze Papier fühlt sich gut an, das Buch ist wieder auch ein haptisches Vergnügen, wie so ziemlich alle Druckwerke von Gerhard Steidl. 
Doch im Grunde geht es ja um den Inhalt, auch der sollte hier erwähnt werden. Das Buch ist eine Hommage an jene kleine schwarze Jacke, die Chanel in den 50-Jahren zurück auf den Radar der Mode brachte und heute einer der Klassiker, den manche Frau gerne im Schrank haben möchte und der in regelmässigen Abständen durch alle Preislagen hinweg kopiert wird. Karl Lagerfeld und Carine Roitfeld haben zusammen dieses Buch erarbeitet, in dem die unterschiedlichsten Persönlichkeiten aus dem Dunstkreis der Marke Chanel und aus dem Umfeld Lagerfeld's und Roitfeld's in einem nahezu identischen Jäckchen vor schwarzem Hintergrund fotografiert werden. 
Inhaltlich gehört das Buch zu denen, die man in Musestunden durchblättert, die meist aber hübsch auf Beistelltischchen liegen. Von der Aufmachung und der Gestaltung her lohnt es sich aber trotzdem es zu besitzen, weil es sich so wunderbar anfasst und einfach gut gemacht ist. Wer Bücher auch als gut gemachtes Stück Handwerk ansieht, der sollte dieses Buch unbedingt besitzen. Und wer Chanel-adicted ist sowieso. 





Paris X Vogue Paris...

Paris ist ein Klischee. Alles ist Liebe in der Stadt an der Seine, dazu kommt noch die allgegenwärtige Mode und die Avantgarden von St. Germain. Genauso hat nun auch Mario Sorrenti Clément Chabernaud und Aymeline Valade in die Stadt hineininszeniert; die beiden finden sich irgendwo zwischen romantisch verträumt und hoffnungslos schmachtend wieder. 
Die Bilder erscheinen in der Augustausgabe der Vogue Paris und kommen mir gerade recht, denn ohne sie wäre der Blog heute ohne Beitrag geblieben. 


2012/07/18

In Motion...


Tja, als daheimgebliebener bleiben einem nur Bilder und Videos. Die Modewoche in Paris liegt nun schon wieder gut zwei Wochen hinter uns, aber noch immer gibt es neues zu sehen vom Treiben vor und nach den Schauen. Unter anderem begegnete mir nachfolgendes Video, in dem es viele gut angezogene Menschen zu sehen gibt...


Über Reifröcke...


Hollywood war natürlich schon immer gut darin zu übertreiben, auch bei der Verfilmung von 'Marie Antoinette' Stoffes 1938 (Bild) war es nicht anders. Kostümdesigner Adrian reiste extra nach Europa um die Moden der Zeit und historischen Originalschauplätze zu studieren, der Film wurde ein bildgewaltiges Spektakel.
Wie die Mode des Rokoko und besonders die Unterbauten der Kleider wirklich aussahen, das kann man heute Abend im Kulturforum erfahren. Adelheid Rasche referiert zum Thema 'Reifröcke – Spielerische Erotik der Rokokomode'.

Ort: Eingangshalle Kulturforum
Zeit: 19:00 Uhr

2012/07/17

Zuhause Bei...


Stil in Berlin hat Horst Meier einen Besuch abgestattet, the insighter war bei Gérard Straebel zu Gast – Minimalistische Strenge auf der einen Seite, ein leichter Hang hin zu skandinavischen Formen auf der anderen. Schön und sehenswert sind beide Wohnungen. 

Mistwetter...


Kein Tag vergeht ohne dass es nicht mindestens einmal geregnet hat. Von Sommer ist nichts zu spüren, Temperaturen von gerade mal höchstens 20 Grad erwartet man nicht im Juli. 
Jeden Morgen stehe ich vorm Kleiderschrank und überlege welche Jacke oder welcher Mantel wohl zum Outfit passt. Aktuelle Favoriten sind zum einen der beige Trenchcoat, den ich schon seit Jahren schleppe, zum anderen ein vor ein paar Wochen im Sale gekaufter Mackintosh-Mantel in dunkelblau. Ursprünglich war er als Ergänzung für den Herbst geplant, doch so lange muss er gar nicht im Schrank warten. 
Wer aktuell die Online-Shops durchstöbert findet schwerlich schöne leichte Mäntel, die meisten Shops haben sich schon auf den Winter eingestellt und bieten die ersten neuen Teile an. Da es sich bei einem leichten Mantel aber auch um einen Klassiker handelt, sollte man schon lieber etwas länger suchen und dann ein Teil für die Zukunft kaufen. Ein schönes schlichtes Modell hat zum Beispiel Manufaktum, die Qualität ist da zumindest schon einmal garantiert. 

2012/07/16

Traum(reihen)haus...


18 Jahre Landleben haben mir gereicht, ich bin viel mehr Stadtmensch und liebe alles urbane. Trotzdem finde ich die Vorstellung eine Hauses sehr ansprechend und ich eigentlich wäre ich auch der ideale Kandidat für eines der Townhouses, wie sie zum Beispiel in Berlin Mitte, unweit des Gendarmenmarktes stehen. Einzig die dortigen Architekturvorstellungen der meisten Hausbesitzer dort finde ich abschreckend; zu viel Pseudohistorismus und zu wenig gute, moderne Architektur. 
Wie mein persönliches Traumhaus aussehen könnte, habe ich bei Archtizer entdeckt. In Landskrona, Westschweden, haben Elding Oscarson ein sich über mehrere Ebenen erstreckendes Einfamilienhaus umgesetzt, das meine Vorstellungen mehr als nahe kommt. Die Offenheit des Hauses wirkt luftig und hell, vor allem die alle Ebenen verbindende Treppe trägt zu dem Eindruck bei. 
Besonders ist auch das separat im Hinterhof befindliche Büro; Arbeiten und Wohnen wird so auf eine schöne Art und Weise getrennt. Wobei man den kleinen Gartenraum sicherlich auch anders nutzen könnte, mir würde sicherlich was einfallen. Gerade wenn zwei Leute zusammenleben sind kleine Fluchtorte ganz praktisch. 
Ich träume mich nun noch ein bisschen in dieses Haus hinein, finde aber gleichzeitig meine eigene Wohnung auch gar nicht so schlecht. 





How To Dress Like Ernie Malone...


Den klassisch eleganten Look von Ernie Malone habe ich mir heute vorgeknöpft und mal mit zeitgemässen Stücken von Mr. Porter nachgestylt. Nun werden sich wohl erstmal einige fragen, wer den eigentlich bitte Ernie Malone ist. Klar, bei überpräsenten Darstellerinnen wie Marilyn Monroe und Jane Russell gehen die Männer schon schnell mal unter. Und trotzdem ist gerade der Privatdetektiv Malone, er wird gespielt von Elliott Reid, einen zweiten Blick wert. 
Der Look aus wollenem Jacket, Pullover und Flanellhose ist zwar eher was für den Herbst, aber bei den aktuellen Temperaturen ist es keine schlechte Wahl. 

Richard James 
The Elder Statesman 
Burberry London
Richard James
Givenchy
Bresciani
Church's